Webtalk-Reihe "Globaler Wandel - Herausforderungen der internationalen Politik" - Teil 3: Lateinamerika - Konflikt, Vielfalt, Ungleichheit
Bundeskanzler Friedrich Merz hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz am 15. Februar 2026 unmissverständlich und eindeutig dargelegt, dass aus seiner Sicht die Weltordnung, wie sie seit Jahrzehnten besteht, nicht mehr existiert und dass Länder wie Deutschland ihren Ansatz für Sicherheit und Verteidigung völlig neu überdenken müssten. Auch die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas forderte am 5. März 2026 in Zürich die europäischen Länder dazu auf, sich wieder mehr für das Völkerrecht starkzumachen, da andernfalls ihrer Meinung nach noch mehr Krisen und Kriege drohten und die Demokratien zunehmend in Gefahr gerieten.Auf Grund der sich in den letzten Jahren verschärfenden globalen Situation organisiert die BLZ eine Webtalk-Reihe mit ausgewählten Expertinnen und Experten zu verschiedenen Problemfeldern der internationalen Politik.
Bei dieser neuen Webtalk-Reihe werden „globale Brennpunkte“ auf wissenschaftlicher Grundlage eingeordnet und Potenziale und Lösungsstrategien aus fachkompetenter Perspektive diskutiert.
Das Angebot richtet sich an eine breite Öffentlichkeit und des Weiteren insbesondere auch an Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II, Studierende und (Ver-)Mittlerinnen und (Ver-)Mittler politischer Bildung.
Nach der Auftaktveranstaltung von Prof. Sven Gareis am 21. Mai 2026 (UNO) und dem Vortrag von Lisa-Marie Geltinger am 9. Juni 2026 (Iran) beschäftigt sich am 16. Juli 2026 Prof. Günther Maihold mit aktuellen Entwicklungen in Lateinamerika.
Prof. Maihold gehört zu den renommiertesten Fachleuten auf diesem Gebiet und genießt national und international einen ausgezeichneten Ruf.
Er war als Projektleiter für gesellschafts-politische Beratung sowie als Koordinator der Friedrich-Ebert-Stiftung in Mexiko, Nicaragua, Panama und Costa Rica tätig und vier Jahre lang Inhaber des Alexander und Wilhelm v. Humboldt-Lehrstuhls an der UNAM und dem Colegio de México in Mexiko-Stadt.
Von 2004 bis 2023 hatte er das Amt des stellvertretenden Direktors der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) inne und seit 2006 ist er Honorarprofessor am Lateinamerika-Institut (LAI) der FU Berlin.
Des Weiteren ist Prof. Maihold einem breiteren Publikum durch zahlreiche Auftritte und Beiträge in verschiedenen Medien bekannt. So wird er regelmäßig zu Analysen der lateinamerikanischen Politik angefragt und kommentierte beispielsweise 2025 für die ARD-Tageschau den Gerichtsprozess gegen den ehemaligen Präsidenten Brasiliens Jair Bolsonaro und 2026 für ZDFheute und die ARD-Tagesschau die Vorgänge in Venezuela.
Sein von ihm (mit-)herausgegebenes Handbuch „Lateinamerika“ (2019) liefert sowohl für fachlich Interessierte als auch für Studierende breite Einblicke in die sehr heterogenen nationalen Realitäten und die Vielfalt und Komplexität dieses Kontinents und gehört sicherlich zu den bedeutendsten Werken, die zu dieser Thematik im deutschsprachigen Raum erschienen sind.
Die BLZ dankt Herrn Prof. Maihold für seine Bereitschaft, den Webtalk zu gestalten und freut sich über zahlreiche Anmeldungen.
Die Reihe wird nach der Sommerpause mit Schwerpunkten zu Europa (Prof. Daniel Göler), zu China (Institut für Sinologie der Universität Heidelberg) und zu einem noch festzulegenden Thema fortgesetzt.
